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Normale Version: Bōsōzoku
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Ich hab grade mal was zur Horizonterweiterung gefunden Big Grin

Bōsōzoku (jap. 暴走族; wörtlich "brutal laufender Stamm") sind eine japanische Subkultur, die den westlichen Tuningklubs ähneln: Gruppen junger Männer, die das gemeinsame Interesse teilen, ihre Autos und Motorräder (oft auch unerlaubt) zu modifizieren. Die Veränderungen an den Vehikeln beinhalten oft das Entfernen von schalldämpfenden Teilen, damit der Motorenlärm besser hörbar ist.

Die Bosozoku unternehmen außerdem Ausfahrten mit riskanter Fahrweise, beispielsweise dem Hin- und Herwechseln von einer Straßenseite zur anderen, das Ignorieren von Ampeln auf Rot, auch ohne Helm zu tragen. Die Polizei in Japan nennt sie "Maru-So" (police code:マル走).

Zu ihren Aktivitäten gehört auch das sogenannte shinai bōsō (市内暴走), das darin besteht mit illegal hohen Geschwindigkeiten durch die Straßen der Stadt zu fahren. Es ist kein richtiges Rennen, da typischerweise zum Nervenkitzel, nicht zur Erhebung eines Schnellsten, veranstaltet.

Bei einer Vielzahl beteiligter Autos (oder Krafträdern) ist das führende mit dem sentōsha (先頭車) bemannt, dem Leiter, der verantwortlich für den Anlass ist. Niemand darf ihn überholen. Andere Fahrer halten Ausschau nach Fahrzeugen von Hinten oder von der Seite.

Obwohl Bosozoku auch Rennen fahren, bevorzugt manche Gruppe das bloße bōsō, „brutal“ zu fahren. Die Gruppen tunen ihre Abgassysteme so, dass sie besonders laut sind und fahren mit Geschwindigkeiten von zwischen 5 und 10 Meilen pro Stunde durch Vorstädte, wobei sie kaiserlich-japanische Flaggen schwenken und lautstark Obszönitäten von sich geben. Gelegentlich kam es auch schon vor, dass Mitglieder der Gruppen Brandflaschen warfen und Schwerter/Speere auf sich trugen, wobei sie Zuschauer provozierten.

Bōsōzoku-Mitglieder werden tendenziell als Kriminelle und Außenseiter aufgefasst, es wird gemeinhin über Bosozoku-Gruppen gesagt, dass sie Rekrutierungsfeld der Yakuza seien. Nur vereinzelte Bosozoku-Mitglieder sind älter als 20, da sie dann als Erwachsene nach japanischem Recht gelten und einen Eintrag ins Strafregister riskieren, außerdem werden sie als unreif und kindisch angesehen.

Die Gruppen traten erstmals in den 1950er Jahren auf, als die japanische Jugend vermehrt Produkte der Industrieländer zu sehen bekam (Autos und Motorräder). Die ersten Bōsozōku wurden als kaminari-zoku (雷族) bekannt, "Blitz Stämme".

Es gibt Bōsōzoku-Klubs in ganz Japan, sogar weibliche Motorradcliquen, die sich über Mode und angepasste Motorräder identifizieren. Mitglieder partizipieren bei Massenrallyes und haben untereinander Bandenkriege. Als Mode- und Jugendsubkultur sind Bōsōzoku ein Ziel zunehmenden staatlichen und polizeilichen Druckes.

Der stereotypische Bōsōzoku-Aufzug wird in manchen Medien Japans (zum Beispiel Anime, Manga und Film) oftmals porträtiert und karikiert.

Das Bild, das die Medien wiedergeben, zeigt die Bōsōzoku-Mitglieder oft in einer Uniform aus Overall oder einem tokko-fuku (特攻服), ein militärischer Übermantel mit Sprüchen in Kanji-Schriftzeichen, der üblicherweise offen und ohne darunterliegendes Hemd getragen wird, so dass der Blick frei ist auf bandagierte Torsos und sackartige, in große Stiefel gesteckte Hosen.

Tokko-Fuku bedeutet "Spezielle Angriffsuniform", in Anlehnung an die Uniform der Kamikaze-Piloten. Die Uniformen sind oft mit militärischen Slogans verziert, Patches der „Aufgehenden Sonne”, alten chinesischen Schriftzeichen oder sogar Manji-Swastikas. Oft binden sie sich einen Tasuki um, eine Schärpe, die in einem X um den Torso geschlungen wird, inspiriert durch Japanische Zweit-Weltkriegs-Piloten. Lederjacken sind oft mit Club-/Ganglogos geschmückt, und sogar ganze Vollleder-Anzüge kommen als Elemente des Bosozoku-Looks vor.

Unter anderem gibt es bei der Bosozokukleidung auch runde oder Rundum-Sonnenbrillen, lange Hachimaki-Stirnbänder mit Kampfsprüchen und ein pompadourhafter Haarstil, der am ehesten jenem der "Greaser"/"Rocker" gleicht und auch mit Yakuza-Mobstern assoziiert wird. Die “Punch perm”-Frisur, eine Art Dauerwelle, wird als üblicher Bosozoku-Haarstil erachtet. Auch Atemschutzmasken werden gerne getragen, mit dem Effekt, dass diese die Identität ihrer Träger verhüllen und in Japan kein Aufsehen erregen (Solche Masken werden auch von Allergikern getragen, besonders im Herbst. Weibliche Mitglieder sind vergleichbar gekleidet, aber femininer, mit langem, oftmals eingefärbtem Haar, hochhackigen Stiefeln und ausladend geschminkt.

Bōsōzoku sind dafür bekannt, ihre Krafträder in eigentümlicher, auffallender Weise zu modifizieren. Ein typisches modifiziertes Bosozoku-Kraftrad war ursprünglich ein durchschnittliches japanisches Straßenmotorrad, das Elemente der amerikanischen Chopper mit jenen der britischen Café racer kombiniert: Zum Beispiel überdimensionierte Schutzbleche wie man sie bei „Café racern“ sieht, treffen auf erhöhte Handgriffe, wie sie Chopper haben. Verbreitet sind grelle Bemalungen an Schutzblechen und/oder Benzintanks mit Motiven wie Flammen oder der Aufgehenden Sonne im Kamikazestil. Oft sind die Vehikel mit Klebern oder Flaggen verziert, die das Gang-Logo oder –Symbol zeigen.

Es gibt regionale Eigenarten: Ibaraki-Bosozoku sind beispielsweise dafür bekannt, ihre Motorräder farbenreich grell zu gestalten (zum Beispiel leuchtendes Gelb oder Pink). Oft haben sie 3 oder 4 übergroße Schutzbleche in turmartiger Weise angeordnet. Es gibt auch Verzierungen, die eine Weihnachtsbeleuchtung ähneln.

Das zweite Fortbewegungsmittel der Gruppen sind Autos, die ähnlich modifiziert werden. Bevorzugt werden normalerweise viertürige Limousinen, unter denen zwei Arten des Bodystylings am verbreitetsten sind: Der VIP-Stil (viel Metall, verbreitert, mit Entenschwanzspoiler und tieferer Federung, extravagant gestyltes Interieur) und der Group 5-Stil (Weite Karosserieerweiterung ähnlich seinen 1970er Pendants aus der Rennszene).


Auch sehr intressant ist das HIER

Oder http://www.bosozokustyle.com

Cheers
Danke für´s zusammen suchen und posten. Jetzt bin ich wieder ne Ecke schlauer, da steckt doch eindeutig noch mehr dahinter als ich dachte.
Das dacht ich mir eben auch, war auch der grund für´s Posting Wink
Die Uebersetzung fuer "bousouzoku" ist etwas holprig. Besser waere "Gruppe ausser Kontrolle". "bousou" wuerde man auch verwenden, wenn man "rucksichtsloses/gefaehrliches Fahren" sagen wollte.
Am praegnantesten waere vllt. die Uebersetzung "Schwachkoepfe".
(28-01-2010 03:36)Gizzi schrieb: [ -> ]Bōsōzoku-Mitglieder werden tendenziell als Kriminelle und Außenseiter aufgefasst, .....
.... Lederjacken sind oft mit Club-/Ganglogos geschmückt, und sogar ganze Vollleder-Anzüge kommen als Elemente des Bosozoku-Looks vor.

Unter anderem gibt es bei der Bosozokukleidung auch runde oder Rundum-Sonnenbrillen, lange Hachimaki-Stirnbänder ....... und ein pompadourhafter Haarstil,

Cheers

[Bild: smilie_sh_011.gif]

[Bild: 348171227362734753l.jpg]
(28-01-2010 23:16)127hp70 schrieb: [ -> ]
(28-01-2010 03:36)Gizzi schrieb: [ -> ]Bōsōzoku-Mitglieder werden tendenziell als Kriminelle und Außenseiter aufgefasst, .....
.... Lederjacken sind oft mit Club-/Ganglogos geschmückt, und sogar ganze Vollleder-Anzüge kommen als Elemente des Bosozoku-Looks vor.

Unter anderem gibt es bei der Bosozokukleidung auch runde oder Rundum-Sonnenbrillen, lange Hachimaki-Stirnbänder ....... und ein pompadourhafter Haarstil,

Cheers

[Bild: smilie_sh_011.gif]

[Bild: 348171227362734753l.jpg]

Jomei...... lol

Da war ja was...
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